Landratskandidatur offiziell

Es war eine tolle Aufstellungsversammlung - und für mich ist das das Hochamt der Demokratie: meine Kreisvorsitzende (und frisch gebackene Bundestags-Abgeordnete) Sandra Bubendofer-Licht konnte am Freitag zahlreiche Mitglieder und Gäste im va bene in Haigerloh zur Aufstellung der Kreistagsliste und zur Kür des Kandidaten zur Landratswahl begrüßen.

Unter der Leitung von Konrad Kammergruber vom benachbarten Kreisverband Altötting wurde zunächst der Wahlvorschlag der Mühldorfer FDP ermittelt. Die Plätze 1 bis 5 wurden als Einzelwahl durchgeführt, die hier vorgeschlagenen Kandidaten hatten die Gelegenheit, sich und ihre Ziele in einer kurzen Rede vorzustellen.

Auf Platz 1 schlug Sandra mich - als designierten Kandidaten zur Landratswahl - vor. Die weiteren Plätze nehmen ein:

  • Platz 2 Sandra Bubendorfer-Licht, Ampfing
  • Platz 3 Valentin Clemente, Heldenstein
  • Platz 4 Josef Ried, Obertaufkirchen
  • Platz 5 Karl Licht, Ampfing

Anschließend folgte die Wahl der Plätze 6 bis 36. Dr. Wolfgang Storm, mein Kollege als Stellvertreter im Kreisverband, erläuterte zunächst den im Vorfeld vom Kreisvorstand erarbeiteten Vorschlag für die Reihung. Diesem liegen verschiedene Aspekte, wie Alter, Wohnort, Geschlecht und Vernetzung in der Region zugrunde. Die Reihung soll dem Wähler im Landkreis aufzeigen, wie vielfältig die FDP und ihre Anhänger sich zusammensetzen. Wolfgang legte aber großen Wert auf die Feststellung, dass die Wahlberechtigten über das Wahlverfahren alle Freiheiten hatten: jeder Kandidat auf der Liste muss das Quorum erreichen, die Reihenfolge bestimmt die Zahl der "Ja-Stimmen".

Gleichwohl folgten die Wahlberechtigten einstimmig dem Listenvorschlag, so dass Wahlleiter Kammergruber zum zweiten großen Punkt der Tagesordnung schritt: es galt, den Kandidaten zur Wahl des Landrates zu bestätigen. Hier hatte ich ja - in Abstimmung mit dem Kreisvorstand - bereits im Vorfeld meine Bereitschaft zur Kandidatur signalisiert.

Ich habe mich wirklich sehr, sehr gefreut, dass meine Parteifreunde mir das Vertrauen einstimmig geschenkt haben!

Als Landrat liegt mir das Thema "Führung" sehr am Herzen. Ich habe wenig Erfahrung in kommunaler Verwaltung, aber das sehe ich eher als Vorteil: ein Landrat muss nichts besser können als seine Leute - denn das sind hochqualifizierte Experten, denen ich nichts vormachen kann. Im Gegenteil: meine Aufgabe sehe ich darin, den Kollegen die nötigen Freiräume zu verschaffen, die richtigen Leute zusammenzubringen und ihre Arbeit zu moderieren - und das kann ich, darin habe ich Erfahrung!

Inhaltlich sehe ich die Schwerpunkte meiner Arbeit als Landrat bei der Digitalisierung der Verwaltung, der Infrastruktur und der Entwicklung von Mobilitätskonzepten. In allen Bereichen gilt es, klug und nachhaltig in die Zukunft zu investieren, dabei auf die Umwelt zu achten und mit dem Geld der Bürger sparsam zu haushalten.

Mit Blick auf meine Mitbewerber freue ich mich auf einen spannenden Wahlkampf. Soweit ich sie bislang kennenlernen durfte, handelt es sich um fähige, sympathische Leute, mit denen man sicher auch nach der Wahl gut zusammenarbeiten kann - egal, wie es ausgeht.

Einen Wermutstropfen sehe ich allerdings im "System CSU": indem man sich auf den verschiedenen Ebenen unterschiedlich positioniert, lullt man den Wähler ein. Ein Ministerpräsident setzt ein Tempolimit durch, die Kreisgruppe der eigenen JU protestiert lautstark dagegen - und dem Landratskandidaten fällt die Rolle des ausgleichenden Verstehers beider Seiten zu - was für ein Theater!

So sind zwar alle Gesichter gewahrt und alle Interessen symbolhaft befriedet, in Summe ist allerdings nichts gewonnen.

Wenn uns - parteiübergreifend - daran gelegen ist, dass der Bürger die Politik ernst nimmt, sollten wir auf solche Spiele verzichten. Wir dürfen die CSU mit dieser Art von Macht nicht alleine lassen, der Bürger durchschaut das langfristig und wendet sich dem vermeintlichen Klartext der Ränder zu. Daher: wählt ein liberales Korrektiv!

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