Die Freiheit verteidigen

 

"Wir müssen die Freiheit verteidigen, wo immer es uns möglich ist - sonst tut es keiner!". Wenn jemand einen solchen Satz - völlig ohne Pathos - glaubhaft vertreten konnte, dann war das die Person, die mich aktiv ermutigt hat, mich bei den Liberalen zu engagieren.

Das war Jimmy Schulz.

Gestern ist er gegangen. Auch, wenn wir bereits wussten, dass der Tag kommen würde, war da immer die Hoffnung, es möge ein Wunder geschehen. Verdient hätte er es, und gebraucht hätte es unsere Partei, unser Land und unsere Zeit, in der immer mehr Diskussionen immer stärker polarisiert geführt werden, in der immer weniger lustvoll an der Sache und immer mehr hasserfüllt mit den Menschen gestritten wird.

Mit seiner ruhigen, unaufgeregten Art hat er es immer geschafft, die Vertreter aller "Fraktionen" und "Richtungen" und "Bindestrich-Liberaler" miteinander ins Gespräch zu bringen und hinter sich zu versammeln, ohne in der Sache faule Kompromisse einzugehen. Und ohne laut zu werden. Und damit hat er sich eine riesige Fangemeinde auch außerhalb der Partei verschafft.

Mich hat zunächst überrascht, wie emotional betroffen ich war. Mein erster Impuls war tatsächlich, hinzuwerfen. Ich habe dann die Nacht wirklich schlecht geschlafen. Am Morgen war für mich klar: "Die Freiheit verteidigen - sonst tut es keiner" - das ist sein Auftrag an uns Liberale, und an mich als einen seiner zahlreichen Mitstreiter.

Und daher steht für mich seit heute morgen fest: ich fange dort an, wo ich stehe. Ich werde daher meinen Kreisverband bitten, mich als Kandidaten für die Wahl zum Landrat im Landkreis Mühldorf zu nominieren.

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